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Chronik

1920 bis heute

Im Jahre 1920 eröffnete Friedrich Steding sen. in der Mittelstraße in Hessisch Oldendorf seine Schuhmacherwerkstatt mit einem kleinen Ladengeschäft , nachdem er zuvor schon in der heutigen Straße "An der Mittelschule" eine kleine Schuhmacherei betrieb.

Das Haus in der Mittelstraße wurde unter schweren Bedingungen gebaut, denn das gesamte Mauerwerk wurde mit Pferdefuhrwerken aus Hameln nach Hess. Oldendorf transportiert. Dort hatte Friedrich Steding sen. ein abbruchreifes Haus gekauft, welches nun in Hess. Oldendorf wieder aufgebaut werden sollte. Mit seiner Ehefrau Anna betrieb er nun nach der Fertigstellung eine Schuhmacherwerkstatt mit kleinem Laden.

Schon bald wurden diese Räumlichkeiten zu klein und es bot sich der Kauf des Schieblerschen Hauses in der Langen Straße an. Friedrich Steding sen. überlegte nicht lange und kaufte das Haus samt Grundstück. Es wurde renoviert und die Schuhmacherwerkstatt ins Hinterhaus verlegt. Im Vorderhaus befand sich nun ein größeres Schuhgeschäft. Es wurden Gesellen und Lehrlinge eingestellt. In der Zwischenzeit hatte auch Friedrich Steding jun. seine Lehre als Schuhmacher beendet und die Meisterschule in Siebenlehn besucht , wo er die Meisterprüfung mit gutem Erfolg abschloss.

Im Jahre 1964 übernahm er dann mit Ehefrau Grete den elterlichen Betrieb. Die Werkstatt wurde nun durch einen Anbau vergrößert und zu einer modernen Orthopädie-Werkstatt umgebaut. Friedrich Steding jun. nahm an vielen Wettbewerben und Ausstellungen teil und erhielt für seine Werkstücke reichlich Auszeichnungen und Urkunden. Auch das Schuhgeschäft musste renoviert und vergrößert werden und war zur damaligen Zeit einer der modernsten Läden in Hess. Oldendorf.

1977 übernahm dann die älteste Tochter Bärbel zusammen mit ihrem Ehemann, dem Orthopädieschuhmachermeister Helmut Schimanke, den elterlichen Betrieb, nachdem Friedrich Steding jun. mehrere Schlaganfälle erlitten hatte und nicht mehr in der Lage war, das Geschäft zu führen. 1995 wurde das Schuhfachgeschäft in der Langen Straße von Grund auf neu renoviert und nach neuesten Gesichtspunkten eingerichtet. Es gehört heute der Ariston-Nord-West-Ring Einkaufsgenossenschaft an.

1989 jedoch wurde die Orthopädiewerkstatt ausgegliedert, da sich die Räumlichkeiten in der Langen Straße erneut als zu klein erwiesen. Um den wachsenden Kundenstamm auch weiterhin mit guter und schneller Arbeit versorgen zu können, kaufte Helmut Schimanke mit zwei weiteren Teilhabern den alten Bauhof in der Paulstraße. Dieser wurde abgerissen und als Ärztehaus neu aufgebaut.

In dem Gebäude befinden sich heute neben der Orthopädieschuhtechnikwerkstatt noch die Physiotherapiepraxis von Gundula Lingstädt, die Zahnarztpraxis von Sabine Hässler und die Massage- und Krankengymnastikpraxis von Christina Ward.

Der älteste Sohn der Familie Schimanke, Patrick, erlernte ebenfalls das Orthopädieschuhtechnikerhandwerk und legte 1999 nach mehreren Gesellenjahren in verschiedenen Firmen seine Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Hannover ab. Seine Lehre beendete er als Innungssieger und 2. Landessieger und erhielt während seiner Meisterschulzeit den Ernst-Meyer-Preis für seine Forschungsarbeit zum Thema "Der kindliche Fuß". Er ist seit der bestanden Meisterprüfung in der modern ausgestatteten Werkstatt zusammen mit seinem Vater und zwei Gesellen um das Wohl der Füße unserer Kunden bemüht. Im Jahr 2005 schloss Patrick Schimanke das berufsbegleitende Studium zum Betriebswirt des Handwerks (HWK) erfolgreich ab. Am 1.1.2006 übernahm Patrick Schimanke den Betrieb seiner Eltern und führt ihn nun bereits in vierter Generation zusammen mit seiner Ehefrau Katja Schimanke. Im Jahr 2006 erfolgte dann noch die erfolgreiche Ausbildung zum Podologen.

2015 wurde das Schuhfachgeschäft in der Langen Straße aufwändig renoviert und den heutigen Anforderungen angepasst.